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16.11.2016

Arnulf Nüßlein (Mitte) begrüßte mit Volker Bajus (re) die Gäste zum

Trump auch in Knollmeyers Mühle Thema

GRÜNE spenden 150 Euro für Flüchtlingsarbeit

Rulle – Auch die Rückwirkungen der Trump-Wahl waren Thema beim vegetarischen Herbst-Eintopf mit dem Landtagsabgeordneten Volker Bajus, zu dem die Wallenhorster GRÜNEN in die Gaststätte Knollmeyers Mühle eingeladen hatten. Spontan gesammelte Spenden in Höhe von 150 Euro überreichten die GRÜNEN an Burgel und Heinz Schawe für die Flüchtlingsbetreuung in Rulle.

Beide berichteten über die Betreuung von vier Familien am Birkenweg. Es habe dafür große Unterstützung aus der Ruller Bevölkerung gegeben. Viel Spaß und gegenseitiges Kennenlernen habe es beim gemeinsamen Kochen zum Pfarrgemeindefest gegeben.

Probleme gebe es noch beim Übergang vom Asylbewerberleistungsgesetz zur Betreuung durch die Maßarbeit des Landkreises, worauf es ein Monat kein Geld gegeben habe. Der Lebensmittelgutschein sei zunächst an der Kasse eines Marktes nicht anerkannt worden. In Wallenhorst sollte die Unterstützung von Ehrenamtlichen durch die Gemeinde noch verbessert werden.

Es reiche nicht aus zu sagen „Wir schaffen das“, der Bund müsse dringend den Kommunen die erforderlichen Mittel bereitstellen, um die Integration der Flüchtlinge mit Bildung in Richtung Arbeit leisten zu können, betonte Bajus. Er sei froh über die nach wie vor große Bereitschaft zur Hilfe in der Bevölkerung.

Bezüglich Trump erinnerte der Landtagsabgeordnete an den ehemaligen US-Präsidenten Reagan, der als "Cowboy" eingestiegen sei, schließlich aber die Realitäten der Politikalltags anerkannt habe. Es sei schon merkwürdig, dass aus Deutschland 70 Jahre nach dem II. Weltkrieg vom zukünftigen US-Präsidenten mehr Respekt im Umgang miteinander gefordert werde. Seitens der GRÜNEN gelte es, das seit der Gründung vor 35 Jahren vertretene Anliegen der Offenheit und Transparenz politischer Anliegen weiterhin zu verfolgen, um der zunehmenden Entfremdung von Menschen gegenüber „denen da oben“ entgegenzuwirken.

„Auch zu komplexen Themen wie Syrien, Klimaschutz oder Freihandel müssen die Zusammenhängen besser und in einfacherer Sprache erklärt werden“, betonte Bajus. Dabei dürfe es zu Emotionen kommen, aber der Respekt müsse gewahrt bleiben. Um junge Leute zu erreichen, müssten die neuen Medien stärker genutzt werden. Angesichts sich abzeichnender steigender Altersarmut müsse zudem die soziale Frage neu gestellt werden.

„Nach Brexit, Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern und Trump darf es bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr nicht zu einer weiteren Radikalisierung kommen“, warnte Günther Westermann aus Icker, der sich für die Bundestagskandidatur bewirbt. Ziele wie mehr Klimaschutz und die Verkehrswende ohne A33-Nord, dafür mehr Bahn und Bus, gelte es gemeinsam mit den Menschen in den Vereinen und Verbänden von unten zu entwickeln.

Der Sprecher des Ortsverbandes, Arnulf Nüßlein, lud dazu ein, auch in Zukunft ähnliche Gesprächsrunden zu aktuellen Themen zu führen. Dabei sei daran zu denken, jeweils Referenten zu wichtigen "grünen" Themen einzuladen, die Gesprächsrunde aber für alle interessierte Bürgerinnen und Bürger offen zu halten.  




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